Tiere sind einfach, sie sind verborgenen Motiven fremd. Sie reagieren loyal auf das Gute und entfremdet auf das Böse. Und nur in speziellen Fällen funktioniert dieses Axiom nicht.
Roscoe kam als Welpe ins Tierheim Washington. Trotz der Besorgnis der Arbeiter verhielt er sich charakteristisch, nahm keinen Kontakt auf und war ständig traurig. Dies ließ die Freiwilligen fragen, ob er in der Vergangenheit eine liebevolle Familie hatte.

Ohne auf irgendetwas zu hoffen, schrieben fürsorgliche Menschen in sozialen Netzwerken über ihn. Man hatte Hoffnung, dass der ehemalige Besitzer die Nachricht bekommt.
Ein Wunder geschah. Sehr bald rief ein Bauer im Tierheim an und sagte, dass sein Haustier vor drei Jahren verschwunden sei. Er hat lange gesucht, alle möglichen Anzeigen durchgesehen. Aber das Kind tauchte nie auf.

Der Mann wurde in die Anstalt eingeladen, um sich zu vergewissern, dass sein Freund seine Tage so traurig verbringt.
Als der Bauer auftauchte, war kein Nachweis erforderlich. Sobald er ihn roch, wurde Roscoe aufgeregt und eilte glücklich mit dem Schwanz wedelnd zu dem Mann. Der Welpe konnte nicht anders als zu weinen, denn das Warten hatte endlich ein Ende.

Der Besitzer hat sein ehemaliges Haustier Rant – so heißt er mit bürgerlichem Namen – weggenommen und von der früheren Zurückhaltung des Haustieres ist nun keine Spur mehr.
