1974 nahmen Wissenschaftler einen winzigen Affen aus dem Zoo.
Schimpansen wurden in die Familie gebracht und in der Kindheit aufgezogen. Erst Jahre später wurde klar, dass das Nim-Projekt versuchte, einen Schimpansen in einen Menschen zu verwandeln.

Ein Schimpanse namens Nim Chimpsky fiel der Biologin Stephanie LaFarge in die Hände. Der Name des Affen wurde nicht zufällig gegeben. Dies ist eine Anspielung auf den bedeutenden Linguisten Noam Chomsky, der Sprache als eine rein menschliche Eigenschaft betrachtete.
Das Experiment wurde von Herbert Torres, Professor an der Columbia University, überwacht. Er glaubte, dass der Affe natürlich nicht sprechen könne. Aber er sah es als real an, ihr Worte in Form von Zeichensprache für die freie Kommunikation beizubringen.

Stephanie LaFarge brachte Nimes bei, wie man mit einem Löffel von einem Teller isst und wie man zuerst die Toilette benutzt. Ein Jahr später begann der Schimpanse mit dem Geschirrspülen, außerdem sorgte er für Ordnung in seinem Zimmer. In 4 Jahren Arbeit lernte Nim 125 Gesten.
Als der kontinuierliche Lernprozess jedoch unterbrochen wurde, reduzierte sich sein Wortschatz schnell auf 25 Gesten.

Und nach der Abschlussprüfung 1977 beschlossen sie, das Projekt abzukürzen – sie konnten den Affen nicht in einen Menschen verwandeln.
Moderne Wissenschaftler kritisieren das Torres-Experiment. Aus einem Affen einen Vertreter einer anderen Art zu machen, war ihrer Meinung nach zunächst eine schlechte Idee.
