Die Frau auf dem Foto ist Celeste Ayala, eine junge Mutter und Offizierin.

Sie war im Krankenhaus im Einsatz, als ein kleiner Junge mit deutlichen Erschöpfungserscheinungen mit dem Krankenwagen eingeliefert wurde. Das Kind wurde einer Familie entnommen, in der es misshandelt und nicht versorgt wurde.
Der Junge weinte, aber die Ärzte waren ihm in diesem Moment nicht gewachsen. Celeste selbst stillt noch ihre Tochter, die noch kein Jahr alt ist.
Während der Schicht sammelte die Frau gerade Milch. Sie fütterte lange Zeit ohne zu zögern das hungrige Baby eines anderen direkt auf dem Krankenhausflur.

Diese Geschichte ist vielen kaum bekannt. Aber der Polizist Marcos Heredia aus Buenos Aires hat auf Facebook ein Foto seines Kollegen gepostet, der in Uniform gekleidet mitten auf einem Krankenhausflur steht und ein Baby stillt.
Der Post ging viral, mit heute mehr als 112.000 Likes.

Alle argentinischen Medien begannen, über Celestes Tat zu schreiben. In einem Interview mit der Zeitung Cronica beschrieb sie ihre Gefühle an diesem Tag:
„Ich habe gemerkt, dass das Kind hungrig war: Er hat seine Fäuste in den Mund gesteckt. Ich bat ihn, mich einlullen zu lassen, fragte, ob er gefüttert werden könne. Es war ein sehr trauriger Moment. Mein Herz brach, als ich ihn ansah. Die Gesellschaft muss auf solche Situationen achten, wir müssen dafür sorgen, dass dies nicht passiert.“

Zufälligerweise feiern Polizistinnen am 14. August, als dies geschah, ihren Berufsurlaub in Argentinien.
Daraufhin erreichte die Geschichte den Sicherheitsminister, er lud Celeste zu einem Empfang ein, bedankte sich und wurde zum Unteroffizier befördert.
