DER TYP, DER MICH DURCH DIE HOCHSCHULE GEMOBBT HAT, BRAUCHTE MEINE HILFE IM NOTAUFNAHMEZIMMER

Ich bin jetzt seit sechs Jahren Krankenschwester. Lange Schichten, schmerzende Füße, kaum Zeit zum Essen—aber ich liebe es. Es ist der einzige Ort, an dem ich wirklich das Gefühl habe, dass ich wichtig bin. Niemand interessiert sich dafür, wie ich aussehe, nur dafür, dass ich meinen Job gut mache.

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Aber heute? Heute hat mich zurückgeworfen in eine Zeit, die ich lieber vergessen würde.
Ich ging mit meinem Chart ins Notaufnahmeraum und warf kaum einen Blick auf den Namen. „Okay, mal sehen, was wir hier haben—“ Dann schaute ich hoch.
Er saß auf dem Bett, verzog das Gesicht, während er sich das Handgelenk hielt, aber als er mich sah, weiteten sich seine Augen. Einen Moment lang dachte ich, er hätte mich vielleicht nicht erkannt. Aber dann warf er einen schnellen, unbeholfenen Blick auf mein Gesicht—auf meine Nase—und ich wusste es.

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Mittel- und Oberschule… er machte mein Leben zur Hölle. „Big Becca“, „Toucan Sam“, all die kreativen Wege, um einem Mädchen zu zeigen, wie sehr sie ihr eigenes Spiegelbild hasst. Ich verbrachte Jahre damit, mir zu wünschen, ich könnte schrumpfen, verschwinden, jemand anderes sein. Aber hier war ich, in Krankenhauskleidung, mit seinem Chart in der Hand, und er war derjenige, der mich brauchte.

„Becca?“ Seine Stimme war zögerlich, fast nervös. „Wow, äh… es ist schon eine Weile her.“
Ich hielt mein Gesicht neutral. „Was ist mit deinem Handgelenk passiert?“
„Basketballverletzung“, murmelte er. „Nur eine Verstauchung, glaube ich.“

Ich nickte, überprüfte seine Vitalwerte und machte meinen Job wie bei jedem anderen Patienten. Aber innerlich kämpfte ich mit alten Geistern. Ich hatte mir schon früher so einen Moment vorgestellt—meiner Vergangenheit zu begegnen, irgendwie abzuschließen. Vielleicht sogar eine Art Gerechtigkeit.

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Dann, als ich sein Handgelenk bandagierte, ließ er ein kleines, fast peinliches Lachen hören. „Karma ist wohl lustig, oder? Du kümmerst dich um mich, nach all dem.“
Ich sah ihm in die Augen. Zum ersten Mal war er nicht der selbstbewusste Typ aus der Schule. Nur ein weiterer Patient, nur ein weiterer Mensch.

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