Das Leben von Godfrey Baguma hätte ganz anders verlaufen können, hätte er zugelassen, dass die Gesellschaft ihn zerbricht. Dieser Mann aus Uganda, geboren mit einer seltenen genetischen Erkrankung, die seinen Schädel und seine Knochen deformierte, lebte lange Zeit im Schatten.

Sein ungewöhnliches Aussehen rief Spott, Angst und sogar Ekel bei den Menschen hervor. Als Schuhmacher in einer Provinzstadt verdiente Godfrey seinen Lebensunterhalt und versuchte, unnötige Aufmerksamkeit zu vermeiden.
Im Jahr 2002, in dem Wunsch, sein Leben zumindest ein wenig zu verändern, nahm er an einem Wettbewerb teil, den wohl kaum jemand als ehrenhaft bezeichnen würde: eine Wahl zum „hässlichsten Mann Ugandas“.

Damals dachte er, er habe nichts zu verlieren. Zu seiner eigenen Überraschung verschafften ihm sein Charisma, sein Humor und sein einzigartiges Aussehen den eindeutigen Sieg. Von da an veränderte sich sein Leben radikal.
Er wurde berühmt. Die Menschen erkannten ihn auf der Straße und luden ihn in Radio- und Fernsehsendungen ein. Er erkannte, dass er seine Einzigartigkeit nicht als Fluch, sondern als Gabe nutzen konnte.

Godfrey gab das Schuhmacherhandwerk auf und betrat die Bühne – zuerst als Stand-up-Komiker, später als Sänger. Er trat mit einer Band auf und schrieb Songs, in denen er seine Lebensgeschichte erzählte.
Aber sein wahrer Triumph war nicht der Ruhm – es war die Liebe. Kate Namanda, 17 Jahre jünger als er, sah in Godfrey nicht den „hässlichsten Mann“, sondern einen gütigen, aufmerksamen und starken Menschen.

Ihre Beziehung war nicht immer einfach: Die Leute urteilten, verspotteten und zweifelten an ihnen.
Heute sind sie ein glückliches Paar mit sechs gemeinsamen Kindern. Godfrey hat außerdem zwei Kinder aus seiner ersten Ehe.
Alle Kinder sind vollkommen gesund, lebensfroh und stolz auf ihren Vater.
Heute tritt er weiterhin auf, engagiert sich in Wohltätigkeitsprojekten und inspiriert Menschen auf der ganzen Welt.
