Sergeant Müller begann seine Schicht wie gewohnt: ein Kaffee im Pappbecher und ein kurzer Funkbericht bei der Einsatzleitstelle. Seit Jahren patrouillierte er durch die Stadt, kannte jede Gasse, jeden Knopf, der Alarm schlagen könnte.

Sein blau-schwarzer Streifenwagen glitt über den Asphalt, während die Laternenlichter im Frontfenster tanzten. Im Funk herrschte beruhigendes Rauschen. Alles schien friedlich.
Doch dann – mitten auf dem Gehweg – stand ein Sarg. Massiv, aus Holz, mit glänzenden Metallgriffen.
Er trat sofort auf die Bremse, Warnblinker flammten auf. Langsam griff er nach dem Zündschlüssel, öffnete die Tür mit einem Stück aufglimmender Anspannung. Der Wind strich unter die Uniform, und sein Herz pochte im Takt jedes Schritts.
In einem halben Meter Abstand blieb er stehen. Er beugte sich, atmete tief ein – und erröten blieb ihm im Hals stecken: 😱😱

Der Sarg war leer. Keine Leiche, kein Polster – nur Hohlraum und der feine Geruch von frisch lackiertem Holz.
Er funkte sofort zur Zentrale. Kurz darauf erfuhr er: Ein Lkw, beladen mit neuen Särgen, hatte einen Unfall in der Stadt. Beim Aufprall war einer herausschleudert, über den Laderaum geknallt und auf der Straße gelandet. Der Fahrer setzte seine Runde fort – und bemerkte den Verlust erst beim Abladen mehrere Stunden später.
Doch das war nicht alles.
Die Auswertung der Überwachungskameras zeigte: Zur Unglückszeit war ein Umkreis von 300 Metern komplett menschen- und fahrzeugfrei. Die Straße war für einen Moment wie ausgestorben.
