Als meine Mutter starb, blieb die Welt plötzlich stehen. Alles wurde still, als ob die Zeit selbst den Atem anhielt.

Als meine Mutter starb, blieb die Welt plötzlich stehen. Alles wurde still, als ob die Zeit selbst den Atem anhielt. Doch es war keine Zeit für Trauer, keine Zeit zum Zusammenbrechen – denn da standen meine beiden kleinen Schwestern, mit großen, erschrockenen Augen. Und in diesen Augen lag nur eine Frage: Was wird jetzt aus uns?

Da wusste ich: Ich darf nicht zerbrechen. Ich musste stark sein – für sie. Ich wurde ihre Vormundin, obwohl ich selbst noch kaum erwachsen war. Ich lernte zu kochen, Zöpfe zu flechten, Hausaufgaben zu kontrollieren. Ich weckte sie morgens mit einem Lächeln, obwohl mein Herz zerbrach.

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Nachts weinte ich manchmal in mein Kissen – leise, damit sie es nicht hörten. Nicht, weil ich aufgeben wollte, sondern weil ich mir manchmal selbst gewünscht hätte, dass mich jemand hält und sagt: Du schaffst das.

Ich habe gelernt, was Liebe wirklich bedeutet – nicht durch Worte, sondern durch Dasein. Ich wurde ihr Zuhause, ihre Sicherheit, ihre Konstante.

Und manchmal sehe ich in ihren Augen: Sie wissen es. Sie sind dankbar. Manchmal trotzig, manchmal laut – aber sie sind da. Und wir sind zusammen.

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Meine Mutter wäre stolz auf mich. Sie sagte immer, ich sei stark. Jetzt weiß ich, dass sie recht hatte.

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