Geboren, um anders zu sein – Xuelis Weg vom Waisenhaus zum internationalen Erfolg

Xueli kam in China zur Welt – mit schneeweißen Haaren, heller Porzellanhaut und einem Blick, der sofort auffiel. Ihre genetische Besonderheit, der Albinismus, machte sie einzigartig – doch in ihrer Heimat wurde diese Einzigartigkeit eher mit Unverständnis als mit Staunen betrachtet.

Überfordert von ihrer Andersartigkeit gaben ihre leiblichen Eltern sie in ein Waisenhaus. Dort begann ein schwieriges erstes Kapitel ihres Lebens. Doch schon bald sollte sich alles ändern.
Die Betreuer gaben ihr den Namen Xueli – „rein und strahlend wie Schnee“. Ein Versprechen, das sich erfüllen sollte, als ein niederländisches Ehepaar sie adoptierte und ihr ein liebevolles Zuhause schenkte.

Mit 11 Jahren begegnete sie einem Fotografen aus Hongkong, der sie für das Projekt Perfect Imperfections fotografierte – eine Hommage an außergewöhnliche Schönheit. Das war der Start einer beeindruckenden Karriere, die sie im Alter von 14 Jahren sogar auf das Cover der Vogue Italia brachte.
Heute nutzt Xueli ihre Bekanntheit, um über Albinismus aufzuklären: „Es ist eine genetische Variation, keine Krankheit.“ Sie fordert mehr Respekt in der Sprache und ein Verständnis dafür, dass Schönheit viele Gesichter hat.

Trotz eingeschränktem Sehvermögen sieht sie die Welt auf ihre ganz eigene Weise – und kämpft dafür, dass kein Kind wegen seiner Unterschiede ausgegrenzt wird.
