Ich bin schwanger, und in ein paar Monaten soll mein Baby zur Welt kommen. Doch vor einigen Tagen sagte mir der Arzt etwas, das mein Leben auf den Kopf stellte: Das Kind hat eine schwere Krankheit. Zuerst konnte ich meinen Ohren nicht trauen. Alles in mir zog sich zusammen, in meinem Kopf herrschte gähnende Leere.

Ich rief meinen Mann an, in der Hoffnung, dass er mir eine Stütze sein würde, dass wir diese Prüfung gemeinsam durchstehen würden. Doch seine Worte klangen kälter als jedes Urteil:
— Du kannst nach Hause nicht zurückkehren.
In diesem Moment brach meine Welt zusammen. Ich verließ das Krankenhaus, und meine Beine trugen mich wie von selbst in den nächsten Park. Ich setzte mich auf eine Bank und brach in Tränen aus. Es schien, als hätte mich mit meinem Mann auch jede Hoffnung verlassen.

Die Leute gingen an mir vorbei, einige warfen flüchtige Blicke, andere wandten die Augen ab. Niemand wusste, dass mir das Herz in der Brust zerriss. Doch inmitten dieser Menge blieb eine ältere Frau stehen. Sie reichte mir ein Taschentuch und sagte leise:
— Mein Kind, Tränen sind Stärke, keine Schwäche. Aber du bist nicht allein.
Diese Worte wärmten mich. Ich verstand: Vor mir liegt ein schwerer Weg, aber ich bin schon Mutter. Und für diesen kleinen Menschen muss ich aufstehen, die Tränen trocknen und kämpfen.

Ich weiß nicht, was uns erwartet, aber eines weiß ich sicher: Selbst wenn mein Mann mich verraten hat, wird mein Kind eine Mutter haben, die es niemals verraten wird.
