Vor kurzem, als ich eine Kiste mit Familienerbstücken durchsuchte, stieß ich auf einen merkwürdigen Fund – drei Plastikstreichhölzer in einem kleinen roten Etui.
Auf der Rückseite stand der Name einer Bar und eine Adresse, doch das sagte mir nichts. Die Streichhölzer ließen sich weder biegen noch auseinandernehmen, und ich konnte überhaupt nicht verstehen, wofür sie gedacht waren.
Ohne lange nachzudenken, machte ich ein Foto und stellte es ins Internet. Schon bald tauchten Kommentare auf – einige vermuteten, es handele sich um Werbestreichhölzer einer Bar, andere meinten, es sei ein seltsames Spielzeug oder Werkzeug.
Doch niemand konnte eine genaue Antwort geben.
Erst nach einigen Stunden fand schließlich jemand die richtige Erklärung. Es stellte sich heraus, dass es sich keineswegs um gewöhnliche Streichhölzer handelte. Sie waren für ein Barspiel gedacht, das in Dänemark als Klunse bekannt ist.
Das Spiel ist einfach: Die Teilnehmer verstecken abwechselnd eine bestimmte Anzahl von Streichhölzern in der Hand, und die anderen müssen raten, wie viele es sind. Wer falsch liegt, muss die Getränke für die ganze Runde bezahlen.
Mein Fund erhielt plötzlich eine ganz neue Bedeutung.
Statt eines nutzlosen Stücks Plastiks entpuppte er sich als eine Art Relikt – als Erinnerung an fröhliche Abende an der Bar, bei denen man stritt und scherzte, wer wohl die nächste Runde Getränke bezahlen musste.



