Die ersten Monate der Schwangerschaft fielen mir sehr schwer — ständige Übelkeit, Schwäche, schlaflose Nächte. Und nun auch noch die Schwiegermutter, die mir das Leben zur Hölle machte.
Jeden Morgen — Vorwürfe, Schimpfen, Spott. Und wenn ich auch nur ein Wort zur Antwort sagte — beschwerte sie sich sofort bei meinem Mann und drohte, uns aus dem Haus zu werfen.
In jener Nacht hatte ich kaum geschlafen. Gegen fünf Uhr morgens begannen mir die Augen zu zufallen, doch der Schlaf wurde durch eine scharfe Stimme direkt am Ohr unterbrochen:
— Aufstehen, Faulenzerin, ich habe Hunger. Mach irgendwas zu essen, sonst schläfst du den ganzen Tag!
Ich schloss die Augen und versuchte, nicht zu weinen.
— Mama, mir geht es schlecht, — flüsterte ich. — Mir war die ganze Nacht übel.
— Lass deine Wehwehchen, — fauchte sie. — Frauen in unserer Zeit haben Kinder geboren und sich nicht beschwert!
Ich stand auf und bereitete das Frühstück, aber innerlich brach etwas in mir. Ich wusste, so ging es nicht weiter. Ich musste einen Plan aushecken, um der frechen Schwiegermutter eine Lektion zu erteilen. Und das habe ich getan…
In der Nacht, als alle eingeschlafen waren, schaltete ich den Lautsprecher ein — leises Flüstern, Kinderweinen, Seufzer. Die Lautstärke stellte ich auf das Minimum, gerade so, dass es klang, als käme der Ton aus der Ferne.
In den ersten Minuten geschah nichts. Dann hörte ich, wie im Nebenzimmer das Bett knarrte — die Schwiegermutter war aufgewacht.
Im Haus herrschte Stille, aber aus der Küche hörte sie ein leises weibliches Flüstern. Als würde jemand weinen. Sie horchte — der Klang verstummte. Sie dachte, sie hätte es sich eingebildet.
Ein paar Minuten später wieder — Weinen, dann ein Rascheln, dann eine Männerstimme, kaum hörbar. Die Schwiegermutter schreckte im Bett hoch, das Herz raste.
— Wer ist da?! — rief sie.
Keine Antwort. Nur ein leichtes Klopfen an der Wand und wieder Stille.
Bis zum Morgen schloss sie kein Auge.
— Hast du nicht gehört, dass nachts jemand gesprochen hat? — fragte sie mich am Morgen mit angstvollen Augen.
Ich lächelte unschuldig:
— Nein, Mama, ich war die ganze Nacht wach, habe gelesen, aber ich habe keine Stimmen gehört. Vielleicht hast du geträumt?
In der nächsten Nacht geschah alles wieder. Flüstern, Klopfen, leises Kinderweinen.
Die Schwiegermutter begann zu beten, sich zu bekreuzigen. Sie dachte, ihr verstorbener Mann sei gekommen, um sie zu holen.
Am Morgen kam sie mit zitternden Händen zu mir.
— Ich halte das nicht mehr aus, in diesem Haus passiert etwas …
Ich sah sie ruhig an und sagte leise:
— Vielleicht straft dich Gott. Vielleicht solltest du ein bisschen freundlicher zu anderen sein.
Seitdem hat sie sich verändert. Sie schrie nicht mehr, schimpfte nicht, weckte mich nicht früh am Morgen. Im Gegenteil — sie brachte Tee, fragte, wie ich mich fühle. Und nachts herrschte im Haus vollkommene Stille.
Die Stimmen verschwanden… weil ich den Lautsprecher ausgeschaltet hatte.


