🎻🖼️😨 „Ich kam zu meinem neuen Geigenschüler in eine luxuriöse Villa. Doch als ich zur Wand aufsah, erstarrte ich vor Schreck… Dort hing mein Porträt, obwohl ich mich selbst noch nie so gesehen hatte.“ 👇

Ich war erst 25 Jahre alt. Nach meinem Abschluss am Konservatorium verdiente ich meinen Lebensunterhalt mit privatem Geigenunterricht. Eines Tages rief mich der Verwalter einer sehr wohlhabenden Familie an und bot mir an, ihren sieben- oder achtjährigen Sohn zu unterrichten.
Als ich ankam, wurde ich von einer riesigen Villa, kostbaren Möbeln, Gemälden berühmter Künstler und vollkommener Stille empfangen.
Während mich das Hausmädchen in das Musikzimmer führte, blieb ich zufällig in einem langen Flur stehen.
An den Wänden hingen Dutzende alter Porträts.
Ich ließ meinen Blick darüber schweifen … und erstarrte plötzlich.
Auf einem der Gemälde war eine junge Frau zu sehen.
Ich wurde blass.
Das war ich.
Dasselbe Gesicht.
Dieselben Augen.
Doch ihr langes dunkles Haar war zu einer historischen Frisur gesteckt, sie trug ein prachtvolles Kleid aus dem 19. Jahrhundert und hielt eine alte Geige in den Händen.
Ich hatte niemals solche Kleidung getragen.
Nie eine solche Frisur gehabt.
Und ganz sicher niemals für ein solches Porträt Modell gestanden.
Ich trat näher und bemerkte eine kleine goldene Plakette.
Darauf stand das Datum:
1894.
In diesem Moment hörte ich hinter mir die Stimme eines Kindes:
— Endlich sind Sie zurück…
Ich drehte mich abrupt um.
Der Junge sah mich ganz ruhig an.
— Meine Großmutter sagte immer, dass die Frau auf diesem Porträt eines Tages in unser Haus zurückkehren und wieder Geige spielen würde.
Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken.
Ich hielt den Unterricht trotzdem ab, obwohl meine Finger mir kaum gehorchten.
Als die Stunde zu Ende war, bemerkte der Hausherr, dass ich ständig auf das alte Porträt schaute.
Er seufzte schwer und sagte:
— Sie sind bereits die dritte junge Frau in den letzten zehn Jahren, die der Frau auf diesem Gemälde so ähnlich sieht. Aber nur Sie haben sich selbst in ihr erkannt.
Er nahm das Bild von der Wand und drehte es vorsichtig um.
Auf der Rückseite befand sich ein vergilbter Umschlag.
— Wir haben ihn nie geöffnet, gestand der Hausherr. Meine Urgroßmutter verfügte, dass er erst geöffnet werden dürfe, wenn die Person kommt, für die er bestimmt ist.
Meine Hände zitterten.
Langsam öffnete ich den Brief.
Darin lagen ein altes Foto der Frau vom Porträt und eine kurze Notiz:
„Wenn du diese Zeilen liest, dann hat das Schicksal erneut eine Frau in dieses Haus geführt, die mir ähnlich sieht. Suche keine Mystik darin. Wir sind nicht dieselbe Person. Du bist eine Nachfahrin meiner jüngeren Schwester, die unsere Familie für immer verlassen hat. Unsere Familie hat viele Jahre lang versucht, ihre Nachkommen zu finden. Wenn dieser Brief dich erreicht hat, dann ist unsere Familie endlich wieder vollständig.“
Der Hausherr schwieg lange und sagte dann leise:
— Das bedeutet also … wir sind entfernte Verwandte.
Später bestätigten Archivdokumente und eine genealogische Untersuchung den Inhalt des Briefes.
Es stellte sich heraus, dass die erstaunliche Ähnlichkeit kein Wunder war, sondern durch eine Familiengeschichte erklärt wurde, die fast anderthalb Jahrhunderte lang als für immer verloren galt.
An diesem Tag war ich nur in das wohlhabende Haus gekommen, um Geigenunterricht zu geben.
Doch ich ging nach Hause und hatte unerwartet einen Teil meiner eigenen Familie gefunden.
