Ich heiratete die 55-jährige Freundin meiner Mutter, weil sie mir versicherte, dass sie schwer krank sei und nur noch 6–7 Monate zu leben habe.😱😳

Sie hatte keine Kinder, und ich beschloss, ein paar Monate durchzuhalten, denn nach ihrem Tod würde die Wohnung mir gehören.
Sie war eine schreckliche Haushälterin: In der Wohnung herrschte ständig Unordnung, überall lagen Sachen herum, und manchmal war es in der Küche kaum auszuhalten.
Aber ich hielt durch.
Ich dachte nur an eines: Es dauert nicht mehr lange.
Doch vor ein paar Tagen erfuhr ich etwas, das mir den Boden unter den Füßen wegzog.

Teil 2
An diesem Abend kam ich früher als gewöhnlich nach Hause.
Meine Frau war nicht zu Hause.
Ich beschloss, nach den Unterlagen für die Wohnung zu suchen. Ich wollte sicher sein, dass sie nach ihrem Tod tatsächlich mir gehören würde.
Im Schrank fand ich einen Ordner mit Dokumenten.
Und darunter lag der Vertrag, den ich vor der Hochzeit unterschrieben hatte.
Damals hatte ich ihn nicht einmal gelesen.
Ich dachte, es handle sich um gewöhnliche Formalitäten.
Doch jetzt begann ich, die Seiten aufmerksam durchzusehen.
Und mit jeder Zeile wurde mir immer unwohler.
Im Vertrag stand, dass ich meiner Frau im Falle einer von mir initiierten Scheidung ohne triftigen Grund eine enorme Summe zahlen musste.
Außerdem war die Formulierung so gestaltet, dass es praktisch unmöglich war, einen „triftigen Grund“ nachzuweisen.
Ich las diesen Abschnitt mehrmals.
Dann bemerkte ich noch etwas.
Im Vertrag stand überhaupt nicht, dass die Wohnung nach ihrem Tod automatisch auf mich übergehen würde.
Ich spürte, wie meine Hände kalt wurden.
In diesem Moment ertönte hinter mir eine Stimme:
— Endlich hast du beschlossen, das zu lesen, was du unterschrieben hast.
Ich drehte mich abrupt um.
In der Tür stand meine Frau.
Aber sie sah überhaupt nicht so aus wie sonst.
Vor mir stand eine muntere Frau, die überhaupt nicht wie ein schwer kranker Mensch wirkte.
— Wo sind deine Medikamente? — fragte ich.
Sie lächelte ruhig.
— Ich brauche sie nicht.
Ich verstand überhaupt nichts.
— Aber du hast gesagt, dass du noch sechs oder sieben Monate zu leben hast!
— Ich habe das nie zufällig gesagt, — antwortete sie.
Ich fühlte mich betrogen.
— Du bist also gesund?
— Vollkommen.
Ich konnte meinen Ohren nicht trauen.
Es stellte sich heraus, dass sie überhaupt keine tödliche Krankheit hatte.
Sie hatte mir absichtlich von ihrer „Krankheit“ erzählt, weil sie herausfinden wollte, warum ich so schnell einer Heirat zugestimmt hatte.
— Hast du wirklich geglaubt, dass ich das Jahresende nicht erleben würde? — fragte sie.
Ich schwieg.
Ich hatte nichts zu antworten.
Dann holte sie noch ein Dokument hervor.
— Und jetzt lies das.
Ich nahm das Papier.
Es war eine Ergänzung zu unserem Ehevertrag.
Darin stand, dass ein Ehemann, der eine Ehe ausschließlich im Hinblick auf das Vermögen seiner Ehefrau eingeht, bei einem Scheidungsversuch ohne nachgewiesenen schwerwiegenden Grund eine festgelegte Strafe zahlen muss.
Ich hob den Blick.
— Warum hast du das alles getan?
Sie schwieg lange und sagte dann:
— Weil deine Mutter mich eines Tages gewarnt hat, dass du dich für meine Wohnung interessierst.
Ich erstarrte.
— Sie sagte, dass du gefragt hast, wem die Wohnung nach meinem Tod gehören würde.
Ich senkte den Blick.
Alles, was ich für meinen cleveren Plan gehalten hatte, stellte sich als Falle heraus.
Sie war nicht krank.
Die Wohnung gehörte nicht mir.
Und wenn ich mich jetzt einfach von ihr scheiden lassen und gehen wollte, müsste ich eine enorme Strafe zahlen.

Ich sah sie an und begriff zum ersten Mal, dass nicht ich sie die ganze Zeit ausgenutzt hatte.
Sie wusste von Anfang an, warum ich sie geheiratet hatte.
Und sie hatte mich glauben lassen, dass ich sie getäuscht hatte.
