Zu klein um zu sterben!

Vika Sarieva konnte sich in ihrem ganzen Leben nicht an einen so kalten Sommer erinnern. Auch für einen kurzen Spaziergang mit einer Gruppe von Freunden schnappte sie sich eine warme Herbstjacke. Es ist ein Wunder, dass junge Leute überhaupt spazieren gingen.
Wunder und Glück, denn die Mädchen hörten das Quietschen eines kleinen Kätzchens und beeilten sich, nach dem Baby zu suchen.

Vielleicht schien es ihnen überhaupt? Sie durchsuchten alle Büsche, schauten in alle Löcher. Aber am Ende fanden sie eine Katze in einem Loch in der Nähe des Flusses. In diesem Loch versteckte sie sich vor der Kälte, aber sie zitterte trotzdem: Im feuchten Gras war sie von Kopf bis Fuß durchnässt. Sie quiekte mitleiderregend, ihre Stimme war heiser, als wäre ihre Mutter schon lange nicht mehr erschienen.

Oder war ihre Mutter vielleicht nicht da? – Vika dachte plötzlich. – Da ist eine Schüssel, vielleicht wurde sie einfach weggeworfen?
Das Mädchen griff nach dem Kleinen, wickelte ihn in eine warme Jacke und trug das Findelkind nach Hause. Unterwegs wollte sie im Laden Katzenfutter besorgen. Aber sobald sie abgelenkt war, entwich das erwärmte Kätzchen und eilte zurück zum Teich.

Die Mädchen wollten nicht so schnell aufgeben. Sie gingen, um den kleinen Schlauen zu fangen, und Vika musste barfuß den Fluss hinunterstapfen. Sie schenkte dem eisigen Wasser keine Beachtung: das Kätzchen war noch furchterregender.
Lange suchten sie die Umgebung ab, es wurde schon dunkel. Sie haben das Baby nicht gefunden.

Vika ist eine hartnäckige Person, sie hat beschlossen, das Kind zu retten, also sei es so. Kein Wunder, denn Victoria bedeutet Sieg. Sie fand die Kleine am nächsten Tag, als das hungrige Tier wieder fing an zu quietschen. Es hatte Angst vor Mädchen. Hin und wieder rannte es davon, sogar Passanten waren überrascht. Ein paar Stunden und das Tier war gerettet.

Vika fing den Flüchtigen ein und brachte ihn nach Hause. Das Mädchen erwies sich als süß, aber dünn.

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