Im heißen Sommer war das Leben als Straßenhund in der Tat gut, zumindest seiner Meinung nach. Im Herbst verschlechterte sich die Situation, das Hauptziel war es, einen trockenen und windgeschützten Ort zu finden, an dem man die Winterfröste abwarten konnte, die in Sibirien sehr heftig sind.
Sogar Passanten in der Nähe des Ladens, in dem der Hund oft lebte, sahen ganz anders aus — im Sommer lächelten sie, teilten Brot, streichelten den Hund manchmal gut gelaunt, aber jetzt achtete niemand mehr auf ihn. Alle eilten nach Hause, um sich vor der Kälte zu verstecken.

Heute Morgen wurde der Hund sehr krank: Ein großer aggressiver Hund jagte ihn aus der Müllhalde, und die Leute, die den Laden verließen, achteten nicht auf ihn und fütterten ihn nicht. Der Hund wedelte mit aller Kraft mit dem Schwanz und sah Passanten in die Augen, aber niemand gab ihm auch nur ein Stück Brot. Der Hund war verzweifelt, deshalb legte er sich, ohne seinen Hunger zu stillen, unter die Bank, um im strömenden Regen nicht nass zu werden.
Auf der Bank saß ein Typ mit modischer Frisur und einem teuren Mantel. Der Mann telefonierte und hob manchmal die Stimme. Der Hund beschloss zu gehen, weil er befürchtete, dass der Mann früher oder später seine Wut an ihm auslassen würde. Der Hund begann langsam unter die Bank zu kriechen, dann bemerkte der Typ ihn. Traurigkeit erstarrte auf dem Gesicht des Mannes, es schien, als ob ein wenig mehr und Tränen aus seinen Augen fließen würden.

Der Hund erkannte, dass dieser Mann ihn nicht beleidigen würde, und anstatt wegzulaufen, begann er ihn zu streicheln. Der Typ streichelte sanft den Hund und ging dann zu seinem Auto. Der Hund kümmerte sich um den Mann, er zögerte immer noch, sich vollständig unter der Bank zu zeigen.
Der Typ blieb stehen, drehte sich um und sah sich das Tier genau an. Eine Minute später war der Hund überrascht, das Innere des Autos zu studieren. Das Tier war zum ersten Mal im Auto und verhielt sich sehr vorsichtig, da es Angst hatte, etwas zu beflecken oder zu beschädigen.
Der Hund hatte keine Ahnung, dass dies der letzte Tag seines obdachlosen Lebens war und dass er nie wieder hungern oder Schutz vor der Kälte suchen musste.
