Eine Katze mit einem Hund?!
Freundschaft kennt keine Grenzen, weder nach Alter, noch nach Nationalität, noch nach Rasse. Wir haben mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede, egal wie unterschiedlich wir auch sein mögen.
Die Geschichte eines bengalischen Tigers namens Hunter und eines kurzhaarigen Pointer-Welpen namens Chelsea ist ein perfektes Beispiel dafür.

Obwohl sie sich überhaupt nicht ähneln, fanden die beiden Bärenjungen nicht nur eine gemeinsame Sprache, sondern wurden auch beste Freunde! Es ist so süß!
Der Altersunterschied zwischen Hunter und Chelsea beträgt nur drei Wochen. Beide Tiere werden von der 22-jährigen Anthea Mikhaletos gesucht, die in einem Naturschutzgebiet in Pretoria, Südafrika, lebt, wo die kleinen Freunde leben. Obwohl das Tierleben jetzt fröhlich und sorglos aussieht, hat Hunter viel durchgemacht.

Das Tigerjunge wurde im Reservat geboren. Aber kurz nach seiner Geburt begann seine Mutter ihm gegenüber aggressiv zu werden. Der Jäger musste von der Tigerin getrennt werden.
„Anscheinend wurde Hunter zu einer Zeit geboren, als das Weibchen aus irgendeinem Grund Gefahr empfand, also lehnte sie ihn ab“, sagt Antea.
Ihrer Meinung nach hätte das Tigerjunge ohne das Eingreifen der Menschen in freier Wildbahn kaum überlebt.
Aber jede Wolke hat einen Silberstreif am Horizont: Nachdem er seine Mutter verloren hatte, fand Hunter wahre Freundschaft!

Das Reservepersonal stellte Chelsea das Tigerjunge vor, und seitdem ist das Paar unzertrennlich. Als Anthea Chelsea aus dem Käfig befreit, eilt sie direkt zu Hunter. Ihre Spiele sind wie Kämpfe ohne Regeln: Chelsea schubst Hunter immer und Hunter springt über einen Freund.
Aber Tiere können nur bis zu einem bestimmten Alter spielen und so tun, als würden sie kämpfen. Wenn Hunter sechs Monate alt ist, wird er zu dessen Sicherheit von Chelsea getrennt.

Leider ist das Risiko, dass der ausgewachsene Jäger Chelsea tötet, zu groß – er versucht bereits während der Spiele, den Welpen an der Kehle zu packen.
Aber vorerst hat Chelsea Hunters raues Spiel hingenommen. Anthea passt auf, dass der Welpe nicht verletzt wird. Sie sagt, dass sechs Monate für eine solche Freundschaft ausreichen. Nach der Reife verlieren die Tiere das Bedürfnis nach Spielen und beginnen ernsthaft zu beißen.
