Im Flugzeug zog der Sitznachbar plötzlich seine Schuhe aus – und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, legte er auch noch seine stinkenden Einlegesohlen auf den leeren Platz neben sich. Die Luft wurde unerträglich.

Ich flog Economy von Frankfurt nach Bangkok. Nachtflug. Mein einziger Wunsch: ein paar Stunden Schlaf. Drei Reihen weiter ließ sich ein etwa vierzigjähriger Mann nieder – Glatze, Rucksack, ausdruckslos wie eine Wand.

Сосед в самолете снял обувь, вытащил из обуви стельки и разложил на соседнее пустое сиденье: мы долго страдали из-за вони, пока я не сделал это

Während andere mit Sicherheitsgurten und Bildschirmen beschäftigt waren, tat er etwas… Unverzeihliches.

Er zog die Schuhe aus – nicht einfach so, sondern mit einer Leidenschaft, als würde er jahrzehntelange Ketten ablegen. Dann, ganz beiläufig, holte er die Einlegesohlen raus, rieb sie gegeneinander (!) und legte sie samt Schuhe auf den freien Platz neben sich. Dann: Augen zu, Beine übereinandergeschlagen.

Innerhalb von Minuten füllte sich der gesamte Kabinenbereich mit einem Geruch, den man schwer beschreiben kann – irgendwo zwischen nassem Hund, alten Sportsocken und kaputtem Kühlschrank. Passagiere öffneten Lüftungen, flüsterten nervös.

Ich wagte es höflich:

„Entschuldigung, könnten Sie vielleicht… also… die Schuhe wieder anziehen?“

Langsam öffnete er die Augen und murmelte stoisch:

Сосед в самолете снял обувь, вытащил из обуви стельки и разложил на соседнее пустое сиденье: мы долго страдали из-за вони, пока я не сделал это

„Nye panimaju…“ – oder so etwas. Angeblich kein Deutsch, kein Englisch. Nur Nase ignorieren, offenbar.

Die arme Flugbegleiterin versuchte es mit einem diplomatischen Lächeln. Er zuckte nur mit den Schultern.

Der Gestank wurde schlimmer. Ich atmete durch meinen Ärmel. Dann reichte es.

Ich zog demonstrativ meine (nicht ganz frischen) Socken aus und platzierte sie direkt neben seinen Schuhen.

Er öffnete die Augen, verzog das Gesicht.

„Oh“, sagte ich, „ich komme auch aus einem Land, wo man nichts versteht.“

Dann grinste ich: „Aber man riecht.“

Er stand wortlos auf, schnappte seine Sachen und verzog sich Richtung Bordküche. Fünf Minuten später – frische Luft. Endlich.

Сосед в самолете снял обувь, вытащил из обуви стельки и разложил на соседнее пустое сиденье: мы долго страдали из-за вони, пока я не сделал это

Als die Stewardess vorbeikam, warf sie mir nur ein verschworenes Augenzwinkern zu.

Ich habe keine Reue. Für die Freiheit der Nase. ✈️

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