Der Polizeisergeant patrouillierte wie gewohnt im Stadtzentrum. Doch an diesem Abend waren die Straßen spürbar leerer – der unablässige Regen schickte die wenigen Passanten hastig unter ihre Schirme nach Hause. Die Scheinwerfer seines Patrouillenwagens erfassten nur schemenhafte Gestalten, die zwischen Licht und Schatten huschten.

Der Sergeant fuhr langsam, die Augen wachsam, sein erfahrener Instinkt wusste: regnerische Nächte bergen oft Überraschungen.
Plötzlich sah er sie: ein Mädchen mit einem rosa Rucksack, ganz allein mitten auf der nassen Fahrbahn – reglos wie eine verirrte Puppe, vom Regen durchnässt. Der graue Mantel hing schlaff an ihren schmalen Schultern, der Rucksack baumelte trostlos auf ihrem Rücken.
Er spürte sofort Alarm, legte den Fuß vom Gas und hielt am Straßenrand an.
„Mädchen!“ rief er aus dem Verdeck und stieg in den Regen hinaus.
Seine Stimme hallte über die sonst stumme Straße. Das Mädchen zuckte, drehte sich um – und rannte los.
„Halt!“ schrie der Sergeant und lief hinterher.
Er sah, wie sie den Rucksack abstreifte, schwer auf den Asphalt klatschte und in eine dunkle Gasse verschwand.
Der Sergeant hielt an, hob den durchweichten Rucksack auf. Er war nass bis auf den letzten Faden – doch erstaunlich schwer. Irgendetwas steckte drin.
Vorsichtig öffnete er den Reißverschluss – und erstarrte angesichts dessen, was er entdeckte 😱🫣

Im Inneren lagen mehrere sorgfältig verpackte kleine Päckchen – allesamt transparentes Plastik. Sofort begriff er: Amphetaminpäckchen, fertig für den Straßenverkauf.
Doch damit nicht genug: daneben lag ein Bündel gefälschter Kinderpässe mit verschiedenen Fotos. Darüber – mehrere SIM-Karten und ein USB-Stick.
Ein Schauder lief ihm über den Rücken. Handelt es sich um Drogenhandel verbunden mit Kinderidentitäten? Das ging weit über gewöhnlichen Straßenverkauf hinaus.
Er warf einen Blick zurück – das Mädchen war verschwunden.

Mit dem Rucksack fest umklammert, wusste der Sergeant: er war zufällig auf etwas gestoßen, das viel gefährlicher und düsterer war, als es zuerst schien.
