Plötzlich fluchte mein Mann heftig und trat auf die Bremse. Ich schaffte es nur noch, mich am Gurt festzuklammern…

Wir kamen spät in der Nacht von Freunden zurück. Mein Mann saß am Steuer, ich daneben, müde, starrte ich in die Dunkelheit. Die Straße war leer, nur vereinzelte Laternen beleuchteten den Asphalt.

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Plötzlich fluchte mein Mann heftig und trat auf die Bremse. Ich schaffte es nur noch, mich am Gurt festzuklammern. Auf der Straße, direkt vor uns, stand ein Auto – ohne Scheinwerfer, ohne Warnblinker, einfach ein dunkler Umriss.

„Beinahe wären wir reingefahren“, stöhnte er.

Doch was wir dann sahen, ließ mich eiskalt werden. Neben dem Auto rannte ein junger Mann, vielleicht zwanzig Jahre alt, völlig betrunken oder panisch. Er fuchtelte mit den Armen und schrie etwas, aber wir verstanden kein Wort.

Ночная дорога

Mein Mann wollte aussteigen, doch ich hielt ihn zurück:
„Warte. Irgendetwas stimmt hier nicht.“

Und tatsächlich – etwas weiter, hinter den Büschen, bemerkte ich Bewegung. Dort waren noch mehr Leute. Sie versteckten sich, als würden sie auf etwas warten.

Wir verstanden es gleichzeitig. Es war eine Falle.

Mein Mann setzte plötzlich zurück, wendete auf der schmalen Straße so, dass die Reifen quietschten, und wir rasten davon. Im Rückspiegel sah ich noch, wie diese Leute auf die Straße liefen und mit den Armen wedelten.

Wir fuhren schweigend, bis wir die belebte Hauptstraße erreichten. Erst dann konnten wir aufatmen.

Am nächsten Tag erfuhren wir aus den Nachrichten: Auf dieser Straße hatten nachts schon mehrfach Leute Autos unter dem Vorwand einer „Panne“ angehalten und dann die Fahrer ausgeraubt.

Ночная дорога — Фото №53631

Seitdem sehe ich eine leere Straße mit anderen Augen. Manchmal ist die Gefahr kein Gespenst im weißen Kleid, sondern ganz reale Menschen.

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