Der Großvater rettete eine verletzte Füchsin und ihr kleines Fuchsjunges, ohne auch nur zu ahnen, dass am nächsten Morgen das ganze Dorf über ein seltsames Ereignis sprechen würde. 😱😨

Jener Winter war besonders hart. Hohe Schneeverwehungen bedeckten die Wege, und der Wald wirkte düster und unfreundlich. Die Dorfbewohner versuchten, sich nicht unnötig vom Haus zu entfernen, denn bei solchem Wetter konnte man sich leicht verirren oder im Schnee stecken bleiben.
Doch Brennholz für den Ofen sammelt sich nicht von selbst. Deshalb nahm der Großvater früh am Morgen seinen alten Schlitten und eine Axt und machte sich auf den Weg zum Waldrand, um trockenes, umgestürztes Holz zu holen.
Als er sich langsam durch den tiefen Schnee kämpfte, bemerkte er in der Nähe einer verschneiten Senke einen roten Fleck. Zuerst dachte er, es sei ein alter Pelz oder ein Jägersack. Doch als er näher kam, erkannte er eine erwachsene Füchsin.
Neben ihr lief unruhig ein kleines Fuchsjunges hin und her. Es fiepte leise, schmiegte sich an seine Mutter und wollte sie keinen Augenblick verlassen.
Der Großvater wollte schon weitergehen – schließlich bleibt ein Wildtier immer ein Wildtier. Doch dann bemerkte er, dass die Füchsin noch atmete. Ihre Hinterpfote steckte fest in einer alten Metallfalle, die fast vollständig unter dem Schnee verborgen war.
Vorsichtig stellte er den Schlitten ab, zog dicke Handschuhe an und öffnete die Falle, ohne hastige Bewegungen zu machen. Die Füchsin winselte leise, versuchte aber nicht zu beißen. Der Großvater spülte die Wunde mit Wasser aus seiner Feldflasche, verband sie mit einem Stück sauberem Stoff, das er immer dabeihatte, und ließ etwas Futter neben ihr zurück.
Das Fuchsjunge wich seiner Mutter die ganze Zeit keinen Schritt von der Seite.
Als er sicher war, dass die Füchsin wieder aufstehen konnte, packte der Großvater seine Sachen zusammen und machte sich auf den Heimweg. Er dachte, er hätte getan, was er konnte, und würde die Tiere nie wiedersehen.
Doch schon am nächsten Morgen wurde das ganze Dorf vom lauten Bellen der Hunde und den aufgeregten Stimmen der Nachbarn geweckt. 😱😢

Als die Menschen nach draußen gingen, sahen sie zahlreiche Fuchsspuren. Fast alle Hühnerställe standen offen, mehrere Zäune waren untergraben, und überall auf den Höfen lagen Federn. Mehrere Hühner waren spurlos verschwunden.
Die Bewohner konnten sich nicht erklären, was in der Nacht geschehen war.
Später untersuchte einer der Jäger die Spuren sorgfältig und äußerte eine unerwartete Vermutung. Offenbar war der gerettete Fuchs in den Wald zurückgekehrt und hatte mehrere Artgenossen mit zum Dorf gebracht. Sie waren vom Geruch des Menschen angelockt worden, der an den Verbänden und dem Stoff nach der Hilfe zurückgeblieben war.
Die Füchse streiften die ganze Nacht um die Häuser, suchten nach Nahrung und drangen in die Höfe ein. Sie griffen keine Menschen an, sorgten jedoch für großes Chaos. Die Hunde hörten bis zum Morgengrauen nicht auf zu bellen, und die Bewohner hatten Angst, ihre Häuser zu verlassen.

Schließlich mussten die Tiere mit Lärm, Fackeln und lauten Warnschüssen in die Luft vertrieben werden, damit sie wieder in den Wald zurückkehrten. Noch lange nach jener Nacht erinnerte sich der Großvater an diese Geschichte und sagte, dass selbst die freundlichste Tat manchmal völlig unerwartete Folgen haben kann. 😢
