Ein Förster fand während eines Schneesturms kleine Fuchswelpen, die sich fest an ihre tote Mutter drückten und kläglich wimmerten. Er wusste genau, dass man in der Taiga nicht in das Leben wilder Tiere eingreifen sollte, aber trotzdem nahm er die Jungen mit zu sich nach Hause 😢

Ein Förster fand während eines Schneesturms kleine Fuchswelpen, die sich fest an ihre tote Mutter drückten und kläglich wimmerten. Er wusste genau, dass man in der Taiga nicht in das Leben wilder Tiere eingreifen sollte, aber trotzdem nahm er die Jungen mit zu sich nach Hause 😢

Und schon bald geschah ihm deswegen etwas Schreckliches 😲😱

Der Schneesturm begann noch am Abend. Der Schnee flog fast waagerecht, brannte in den Augen und verwehte sofort die Spuren auf dem Pfad.

Der Förster mit vierzig Jahren Erfahrung kehrte zu seinem Forstposten zurück und dachte nur daran, so schnell wie möglich die warme Hütte zu erreichen, den Ofen anzuzünden und das Unwetter abzuwarten. In einer solchen Nacht geht man in der Taiga nicht ohne äußerste Not hinaus.

Doch plötzlich hörte er durch das Heulen des Windes ein seltsames Geräusch. Zuerst schien es nur das Knarren der Bäume zu sein, doch dann wiederholte sich der Laut. Dünn, klagend, fast wie ein menschliches Weinen.

Der Förster blieb stehen, lauschte und bog langsam vom Pfad in einen dichten Fichtenwald ab.

Nach einigen Minuten kam er zu einer kleinen Schlucht, die fast vollständig vom Schnee zugedeckt war. Dort, an den Wurzeln einer alten Fichte, lag eine Füchsin. Ein großes rotes Weibchen. Der Schnee begann bereits ihr Fell zu bedecken, und es war klar, dass sie tot war. Doch unter ihrem Körper bewegte sich etwas.

Der Förster ging vorsichtig näher und kniete sich nieder.

Unter der Füchsin drängten sich fünf kleine Fuchswelpen aneinander. Winzig, flauschig, mit noch zu großen Pfoten und nassen Nasen. Sie drückten sich an ihre Mutter, als wollten sie sich unter ihrem Fell verstecken, stießen mit ihren Schnauzen gegen ihre Seite und wimmerten leise. Einer versuchte sogar, sie mit der Pfote anzustoßen, als hoffe er, dass sie gleich aufstehen würde.

Die Welpen verstanden nicht, was geschehen war. Sie drängten sich dicht zusammen, hoben manchmal die Köpfe und piepsten kläglich, bevor sie sich wieder in das kalte Fell ihrer Mutter drückten. Der Kleinste versuchte fast die ganze Zeit, unter ihre Vorderpfote zu kriechen, als suche er dort Wärme.

Der Förster sah sie lange an, ohne sich zu bewegen.

Das Gesetz der Taiga war einfach und hart: Mische dich nicht in die Angelegenheiten des Waldes ein. Die Natur entscheidet selbst, wer überlebt und wer nicht. Der Förster kannte dieses Gesetz besser als viele andere.

Doch er wusste auch etwas anderes. Diese Kleinen würden die Nacht nicht überleben.

Er zog seine Handschuhe aus und hob vorsichtig eines der Fuchswelpen hoch. Es war leicht, warm und schmiegte sich sofort an seine Handfläche. Die anderen begannen leise noch lauter zu wimmern und drängten sich noch enger zusammen.

— Na, ihr kleinen Roten… — sagte der Förster leise. — Ohne eure Mutter werdet ihr hier nicht überleben.

Er wickelte die Welpen vorsichtig in seine Jacke und trug sie zum Forstposten. Den ganzen Weg piepsten sie leise, bewegten sich manchmal und streckten ihre Schnauzen nach oben, als suchten sie einen vertrauten Geruch.

Der Förster wusste noch nicht, dass nach der Rettung dieser armen Tiere in seinem Leben schreckliche Dinge beginnen würden – und vielleicht würde er die Aufmerksamkeit von etwas auf sich ziehen, vor dem sich der ganze Wald fürchtet 😢😱

In jener Nacht schlief der Förster fast gar nicht. Er heizte den Ofen an, baute aus einer alten Kiste und einigen Lappen ein warmes Nest und legte die Kleinen hinein. Die Fuchsjungen drehten sich zunächst lange im Kreis, jammerten und versuchten ihre Mutter zu finden, doch nach und nach wurden sie warm und beruhigten sich.

Ein paar Tage vergingen.

Die Fuchsjungen begannen sich zu erholen, krochen durch die Hütte, verhedderten sich in seinen Filzstiefeln und kletterten manchmal sogar auf seine Knie.

Doch eines Abends klopfte jemand an die Tür des Forsthauses. Das Klopfen war schwer und hartnäckig. Der Förster verstand sofort, dass es keine zufälligen Wanderer waren.

Als er die Tür öffnete, standen drei Männer auf der Schwelle. Einer von ihnen trat sofort vor und blickte in die Hütte hinein.

— Bist du der Förster? — fragte er.

— Nehmen wir an, — antwortete der ältere Mann ruhig.

— Wir wissen, dass du in der Schlucht ein Fuchsnest gefunden hast. Dort lag eine rote Füchsin.

Der Förster sagte nichts.

— Den Fuchs haben wir selbst dort hingelegt, — fuhr der andere fort. — Das Fell war gut. Aber die Jungen haben wir nicht gefunden. Also hast du sie genommen.

In diesem Moment piepste hinter dem Ofen leise eines der Fuchsjungen.

Die Männer sahen sich an.

— Da sind sie also, — sagte der Erste. — Gib sie her. Wir werden schon einen Platz für sie finden.

Der Förster schloss langsam die Tür und wandte sich ihnen zu.

— Sie gehen nirgendwohin.

Der dritte Mann machte einen Schritt nach vorne.

— Hör zu, Alter. Du hast wohl nicht verstanden. Wir sind ihretwegen gekommen.

— Doch, verstanden, — sagte er ruhig. — Nur seid ihr umsonst gekommen.

Der Mann grinste und streckte die Hand aus, um ihn zur Seite zu stoßen.

Doch dann geschah alles sehr schnell. Der erste Wilderer verstand nicht einmal, wie er plötzlich im Schnee vor der Veranda lag. Den zweiten schob der Förster einfach über die Schwelle hinaus, und der dritte trat selbst zurück, als er sah, dass der Alte längst nicht so hilflos war, wie er gedacht hatte.

Eine Minute später standen alle drei im Hof.

— Verschwindet aus meinem Wald, — sagte der Förster leise. — Und kommt nie wieder zurück.

Die Männer sahen ihn noch einige Sekunden an, doch dann drehten sie sich fluchend um und gingen zur Straße.

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