Heute präsentieren wir Ihnen eine Geschichte, die niemanden gleichgültig lässt.
Am 3. Oktober 2024 erscheint der Comic Grégory, dessen Vorwort von Jean-Marie Villemin verfasst wurde. Der Vater des ermordeten kleinen Jungen hat sich seit der Veröffentlichung seines eigenen Buches im Jahr 1994 nicht mehr zu dem Fall geäußert.

Seit vielen Jahren hatte er nicht mehr gesprochen. Abgesehen von ein paar Worten im Nachwort eines Buches im Jahr 2021 war das letzte Mal, dass Jean-Marie Villemin sich öffentlich äußerte, im Jahr 2006, in einem Interview mit der Zeitung La Croix. Doch mit dem nahenden 40. Jahrestag des schrecklichen Dramas, das sein Leben für immer geprägt hat, wird der Vater des kleinen Grégory erneut aus dem Schweigen treten. Wie RTL am Dienstag, den 3. September 2024, berichtete, wird Jean-Marie Villemin in einem Comic sprechen, in dem er die Hauptfigur ist. Der heute 66-jährige Mann schreibt tatsächlich das Vorwort zu Grégory, einer Graphic Novel, die am 3.
Oktober beim Verlag Les Arènes erscheint und von diesem ungeklärten Fall inspiriert ist, der noch heute eines der größten Justizgeheimnisse des letzten Jahrhunderts in Frankreich darstellt. Das Buch, geschrieben von Pat Perna und illustriert von Christophe Gaultier, konzentriert sich vor allem auf den Prozess von Jean-Marie Villemin, der 1993 zu fünf Jahren Gefängnis (davon ein Jahr auf Bewährung) für den Mord an seinem Cousin Bernard Laroche verurteilt wurde, der damals verdächtigt wurde, seinen Sohn ermordet zu haben.

Der Mordprozess von Jean-Marie Villemin im Mittelpunkt eines Comics
Zur Erinnerung: Der junge Grégory Villemin wurde am 16. Oktober 1984 in der Vologne tot aufgefunden. Er wurde wenige Stunden nach seinem Verschwinden mit gefesselten Händen und Füßen entdeckt, aber der kleine vierjährige Junge hat nie Gerechtigkeit erfahren. Vierzig Jahre später ist die Identität seines Mörders immer noch ein Rätsel: Es ist nach wie vor unklar, wer sich hinter dem berüchtigten „Raben“ verbirgt, der die Familie jahrelang belästigte. „Der Comic konzentriert sich auf den Prozess, zehn Jahre nach dem Drama. Im Zeugenstand, vom Schmerz überwältigt, erzählt Jean-Marie Villemin die Geschichte dieser Tragödie. Zwischen den Verhandlungen, im Gefängnis, erinnert sich Grégorys Vater an die glücklichen Tage eines jungen, fröhlichen Paares, das Erfolg hatte: eine frühe Beförderung zum Vorarbeiter für Jean-Marie, die Schönheit und Lebensfreude von Christine, ihr süßes und schelmisches Kind Grégory, ein neues Haus“, schreibt der Verlag in einer Pressemitteilung.

Und weiter: „Diese zweimonatigen Verhandlungen erforschen auch das Rätsel. Alle Beteiligten sind anwesend. ‚Ich erwarte, dass Murielle [Bolle] die Wahrheit über den Tod meines Kindes sagt‘, sagt Jean-Marie. Das Gericht mobilisiert seine Kräfte. Die Geschworenen weinen und stellen Fragen. Die Anwälte liefern sich heftige Wortgefechte. Zeugen lügen schamlos.“ Ein mit Spannung erwartetes Werk, in dem Jean-Marie Villemin wahrscheinlich auch seine eigenen Gefühle zu diesem Teil des Falls schildern wird. Zudem wird ein weiterer Comic – Le Corbeau: l’affaire Grégory Villemin (ed. Petit à petit) – ebenfalls zur gleichen Zeit erscheinen. Dieser, der die Geschichte in ihrer Gesamtheit nachzeichnet, wird ab dem 2. Oktober 2024 in den Buchhandlungen erhältlich sein. Ein Interview mit den Autoren finden Sie auf Femme Actuelle.
