Es war eine Marienkäferlarve.
Was ist das für ein Wesen?
Die Marienkäferlarve ist das frühe Entwicklungsstadium des bekannten roten Käfers mit den schwarzen Punkten.
Doch sie sieht überhaupt nicht wie ein ausgewachsener Marienkäfer aus: Ihr Körper ist länglich, dunkel gefärbt, oft mit orangefarbenen Flecken, und sie ist mit kleinen „Stacheln“ bedeckt.
Auf den ersten Blick erschreckend – aber absolut harmlos für den Menschen.
Tatsächlich sind Marienkäferlarven wahre Helden im Garten. Sie ernähren sich von Blattläusen und anderen Pflanzenschädlingen. Während ihrer kurzen Lebensspanne können sie bis zu 600–700 Blattläuse fressen – und damit Blumen und Ernten retten.
Sie sind natürliche Räuber und wichtige Helfer im Ökosystem.
Sie beißen nicht, stechen nicht und übertragen keine Krankheiten. Sie sehen einfach nur furchteinflößend aus – wie viele Insekten im Larvenstadium.
Trotz meines Schreckens war ich im Nachhinein sogar ein wenig berührt, dass die Natur ein so wichtiges kleines Wesen so seltsam „verkleidet“ hat.
Jetzt denke ich immer zweimal nach, bevor ich in Panik gerate – vielleicht steht da einfach nur ein kleiner Beschützer unseres Gartens vor mir.



